FDP fordert deutliche Verbesserung der hausärztlichen Versorgung in der Stadt Kaarst

„Kaarster Bürger beklagen, dass sie als neue Patienten in Kaarster Hausarztpraxen wegen eines zu hohen Patienten-Betreuungsbestandes abgewiesen werden. Grund ist hierfür, dass in Kaarst laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vom Juni 2017 inzwischen 11 offene Hausarztstellen im Stadtgebiet von Kaarst nicht besetzt sind“, stellt der FDP-Fraktionsvorsitzende Günter Kopp bestürzt fest. „Für das gesamte Stadtgebiet von Kaarst beträgt der hausärztliche Versorgungsgrad nur noch 70 % und ist daher aus Sicht der FDP-Fraktion mehr als besorgniserregend.“ Im Stadtteil Büttgen stellt sich die Situation leider noch dramatischer dar. Und – sie wird sich in Zukunft noch weiter verschlechtern, da Ärzte altersbedingt in den Ruhestand gehen wollen.“

„Kritiker dieser FDP-Forderung versuchen mit ihrem Hinweis, dass die Bevölkerung ja die Möglichkeit hat, in die nachliegenden Städte Neuss, Düsseldorf oder Krefeld auszuweichen, leider die Situation zu verharmlosen“, so Kopp weiter. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Kaarst eine der ältesten Kommunen im Rhein-Kreis Neuss aber auch im Bundesland NRW ist, verschärft sich die Notwendigkeit zum Handeln. Der Anteil der älteren Bevölkerung nimmt aufgrund der Altersstruktur in Kaarst ständig zu und die Mobilität der älteren Menschen nimmt leider ständig ab. Daher können durch die fehlende Anzahl der Hausärzte in Kaarst auch notwendige Hausbesuche nicht mehr in vollen Umfang wahrgenommen werden, wodurch auch die ambulante Versorgung erheblich gefährdet ist. Die fachärztliche Betreuung im Kaarster Stadtgebiet ist hierbei noch nicht berücksichtigt und muss besonders betrachtet werden.

Die FDP-Fraktion stellt am 26. September im Ausschuss für Soziales den Antrag, die Verwaltung im Sinne der öffentlichen Daseinsfürsorge zu beauftragen, nun Möglichkeiten zu prüfen bzw. nach innovativen Möglichkeiten zu suchen und sodann dem Rat der Stadt Kaarst Maßnahmen vorzuschlagen, damit für die Zukunft der hausärztliche Versorgungsgrad verbessert und möglichst von min. 80 % im Kaarster Stadtgebiet sichergestellt wird. Hierbei sollten auch Fördermöglichkeiten vom Land NRW und vom Bund abgefragt und geprüft sowie beantragt und genutzt werden.